Jungjäger unterstützen Maßnahme im Naturschutzgebiet „Bruchwiesen“

Jagd und Naturschutz in der Jungjägerausbildung

Jungjäger unterstützen Maßnahme im Naturschutzgebiet „Bruchwiesen“

Odenwaldkreis. Am Samstag, den 27.02.2021, hat der aktuelle Jungjägerkurs des Vereins der Jäger im Odenwald e.V. eine Exkursion zum Thema „Jagd ist Naturschutz“ im Naturschutzgebiet „Bruchwiesen“ östlich von Wald-Amorbach unternommen. Nach kurzer theoretischer Einleitung konnten die Teilnehmer die Jäger des Reviers Wald-Amorbach beim Aufbau eines mobilen Krötenzauns tatkräftig unterstützen.

Das Naturschutzgebiet „Bruchwiesen“ hat eine Größe von 8,6 ha. Dort ist ein dauerhafter Krötenschutzzaun mit einer Länge von ca. 1600 m installiert und wird zusätzlich jedes Jahr durch einen mobilen Krötenzaun von ca. 700m ergänzt.

In den 40 eingegrabenen Fangeimern, tummeln sich dann Erdkröte, Grasfrosch, Teichfrosch, Bergmolch, Kammmolch und auch Feuersalamander. Helfer tragen diese dann morgens und abends über die Straße in die Laichgewässer. Hauptamphibie ist die Erdkröte (Bufo Bufo), die zwar aktuell nicht gefährdet ist, aber wie alle Amphibien strengen Schutz genießt. In der Hauptwandersaison (Ende Februar bis Ende März) werden an diesem Zaun durchschnittlich 4000 Kröten gesammelt. Erfahrungsgemäß würden ohne Zäune rund 70% auf der Straße den Tod finden. Hier wird durch die örtlichen Jäger aktiver Naturschutz geleistet.

Die angehenden Jäger haben an diesem Tag viele Eindrücke von der täglichen Revierarbeit erhalten und einmal mehr die Vielfältigkeit der Jagd kennengelernt.

Informationen zur Jungjägerausbildung im Verein der Jäger im Odenwald e.V. finden interessierte unter https://odenwaldjaeger.de/ausbildung/